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Mit einer Gruppe online in Richtung Süden unterwegs…

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Letzte Woche habe ich im Rahmen des Formates „Stadtspaziergänge – Salzburg erkunden“ der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst, den Online Rundgang: „SÜD: Richtung Süden – Handlungen in Bewegung bringen“ begleitet. Nachdem digitale Formate vom Publikum genauso wie von Vermittler*innen erst „eingeübt“ werden müssen, könnte das Teilen von Erfahrungen, die derzeitige Entwicklungsphase unterstützen. Daher teile ich sehr gerne mit euch, meine 6 Learnings zu diesem „Digitalen Experiment“. 

Learning 1: Entwicklung braucht Zeit! – Die Konzeption eines online Formates benötigt genauso viel Arbeit, wie die Konzeption eines analogen Formates. Das Konzept für das digitale Format, basiert auf denselben Grundlagen, wie jedes andere Vermittlungskonzept auch: Auf welche Rahmenbedingungen gilt es einzugehen? Wer ist die Dialoggruppe? Was für Erwartungshaltungen, Wünsche und Bedürfnisse hat die Dialoggruppe? Welche Inhalte gilt es zu vermitteln? Welche Methoden eignen sich? Welche Materialien (Tools) braucht es? Welche Ziele sind von Seiten der Kulturinstitution zu erreichen?

Learning 2: Never underestimate technology! – Selbst wenn die Nutzung von Smartphones, Kameras, Zoom usw. in diesen Tagen eingespielt zu sein scheint, gibt es doch immer wieder Kommunikationsbedarf und Erklärungsbedarf. Daher ist ein „Technik Check“ zu einem Zeitpunkt vorab des Formates, jedenfalls empfehlenswert für die Teilnehmenden, anzubieten.

Learning 3: Das „Warum“ des Online Formates klar machen – Warum soll jemand bei dem online Format teilnehmen – Welchen Benefit haben Teilnehmer*innen durch eine Teilnahme bei einem online Vermittlungsformat? Welche Erwartungen können eingelöst werden und welche nicht? Die Kommunikation mit Interessenten benötigt mehr Schritte und „Kontaktpunkte“ als bei einem eingespielten analogen Vermittlungsformat, wie beispielsweise einer Führung. Social-Media-Kanäle und Online Kommunikationstools eignen sich bestens dafür Interessenten in mehreren Kommunikationsschritten, das Online Format zu vermitteln, sodass aus Interessenten Teilnehmende werden. 

Learning 4: Wer spielt hier welche Rolle – oder wie eine „Digi-Etiquette“ zu einem „Digitalen Vermittlungsformat“ nützen kann. Welche Form der Interaktion wird von den Teilnehmer*innen erwartet? Wie sind Teilnehmer*innen eingebunden und wie können sie agieren? Wie werden Fragen gestellt? Welche Tools werden zum Diskurs eingesetzt? Ebenso ist es nützlich die Rolle, welche die vermittelnde Person einnimmt, zu beschreiben. Wird die oder der Vermittler*in moderieren, erzählen oder informieren? 

Learning 5: Informationen im Vorfeld – Wie das Online Format beschreiben? Bewerbungstexte zu einem Online Format sind ausführlicher und benötigen für die Leser*innen mehr Zeit zum lesen. Daher empfiehlt es sich mehrere, unterschiedliche Textsorten zu entwickeln. Die „Catch me with the first Line Leser*innen“ wollen am besten durch die Headline schon alles klar gemacht bekommen. Die„Schnell drüber Leser*innen“ benötigen einen pointierten Text, der die wichtigsten Parts fett unterstrichen hat. Für die „Bevor, ich wo teilnehme, möchte ich es genau wissen Leser*innen“ kann man Info mäßig aus dem Vollen schöpfen und ausführliche Erklärungen bereitstellen. Die „Mir reicht die Zusammenfassung Leser*innen“ lieben die 5 Schritte Info-Erklärungen. 

Learning 6: Wobei ich das bereits gewusst habe und wieder einmal bestätigt bekommen habe – Konzeption und Durchführung eines online Formates macht sehr, sehr viel Spaß und süchtig nach mehr! 

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