Digitalartwalk Digitale Kunstvermittlung Salzburg

Experimentieren im digitalen Raum

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Ich war heute schon in aller Früh in der Altstadt von Salzburg mit David Röthler unterwegs, um im Rahmen des Treffpunkt Kulturmanagement an einem digitalen Experiment teilzunehmen!

Im Zentrum dieses Treffens stand die Diskussion um die Fragestellung wie perfekt und glatt Vermittlung und Kommunikation im digitalen Raum sein soll?

Wir haben uns dabei durch einen kleinen Rundgang in der Altstadt von Salzburg von barocken Architektur- und Musikbeispielen inspirieren lassen. Wir wollten ausloten inwieweit sich der barocke Gedanke, welcher bereits im Namen Barock* enthalten ist und von unregelmäßigen, schiefen und beweglichen Ideen und Perspektiven ausgeht, mit unseren aktuellen Themen des streamens und online Erlebens deckt. *Barock leitet sich ab vom portugiesischen Wort barocco und bedeutet schief, unregelmäßig.

Geht das digitale Publikum vom perfekten Bild, perfekten Sound und stringenter Dramaturgie aus? Oder kann Vermittlung im digitalen Raum bewegt, überraschend und nicht ganz so perfekt wie ein Film oder ein Fernsehformat sein?

Den ersten Teil dieses Kulturmanagement Treffs haben wir das digitale Publikum mit Live Bildern und musikalischen Einschaltungen sowie ein paar Informationen zum Barock, zum Salzburger Dom, Residenplatz und Kollegienkirche unterhalten. Ich habe dazu eine kleine Runde in der Altstadt von Salzburg gedreht. Diese Einblicke sollten uns Inspiration und Impuls sein für unser anschließendes Gespräch.

Bezüglich Perfektionsanspruch hinsichtlich Technik waren sich die TeilnehmerInnen darüber einig, dass Bild und Tonqualität einen sehr guten also beinah perfekten Eindruck verschaffen muss. Das erfordert neben einer sehr schnellen und guten Internetverbindung auch technisches Equipment wie Headset und Gimbal. Während des Gehens sollte auch auf eine ruhige Kameraführung geachtet werden und für guten Ton gesorgt sein. Neben diesen technischen Voraussetzungen wird von den Diskutanten auch Dramaturgie und Inszenierung vorausgesetzt. Gleich wie analoge Vermittlungsformate braucht es also auch bei digitalen Vermittlungsformaten ein überlegtes Konzept. Ebenfalls spielt die Moderation eine wichtige Rolle. Neben dem/der AkteurIn vor Ort braucht es eine weitere Person, welche Moderation und Überblick behält und auch auf Fragen verbal und schriftlich eingehen kann. Während man im analogen Raum viele Überlegungen und Besorgungen bezüglich Material aufwenden muss, das im Rahmen von Workshops eingesetzt wird, braucht das digitale Vermittlungsformat eine gute Ausstattung bezüglich technische Ressource.

  • Smartphone
  • Sehr gute Internetleistung
  • Headset
  • Gimbal

Conclusio Zwischenstand: Dieses Experiment zeigt das große Potential von online Vermittlungsformaten. Im weiteren Gespräch entstanden viele neuen Ideen und Einsatzbereiche. Wichtig dabei erscheint uns die serielle Wiederholung solcher Angebote sodass sie von vielen Menschen angenommen werden. Ein online Vermittlungsformat sorgt auch für das barrierefreie Erleben von Kultur, da es auch Menschen einbeziehen kann, die körperlich schwer oder gar nicht in der Lage sind Kultur analog zu erleben.

Mir persönlich machen solche Experimente nicht nur sehr viel Spass und Freude sondern sie eröffnen mir immer wieder die umfangreichen Möglichkeiten von Kulturvermittlung im digitalen Raum.

Das #kmtreff ist ein kostenloses digitales Weiterbildungsangebot. In einstündigen Webinars können sich Interessierte vernetzen, informieren und diskutieren. Nach einem Impulsreferat können alle TeilnehmerInnen Fragen stellen und sich austauschen.

Wir haben den gesamten Treff zum Nachsehen aufgezeichnet: Link zum Nachsehen des 75. KMTreffs

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